Für Jugendliche, die der ursprünglichen Kinderdorffamilie entwachsen sind und in einem neuen Umfeld einen weiteren Schritt in Richtung eigene Selbstständigkeit gehen möchten, haben wir eine Verselbstständigungsgruppe eingerichtet.

Neben Jugendwohnungen auf unserem Einrichtungsgelände steht eine Jugendwohnung in einer Außenstelle zur Verfügung. Auch junge Menschen, die neu zu uns kommen und bei denen das Konzept der Kinderdorffamilie nicht mehr greift, können in die Verselbstständigungsgruppe integriert werden.

Ver­selbst­stän­di­gung heißt für uns insbesondere, dass die Jugendlichen neben den selbstverständlichen praktischen Fähigkeiten – etwa im Haushalt, beim Einkaufen, beim Arzt und bei Behörden – eine ihrem Vermögen entsprechende möglichst hohe soziale Kompetenz erlangen. Deshalb hat auch in der Verselbstständigungsphase die Gemeinschaft innerhalb der Verselbstständigungsgruppe einen höheren Stellenwert als in vielen vergleichbaren Einrichtungen. Neben vielfältigen individuellen Förderungen finden viele gemeinschaftsfördernde Aktivitäten wie gemeinsame Feste, Urlaube aber auch Arbeitseinsätze zur Pflege des großen Geländes statt.

Wir sind davon überzeugt, dass sich dieser Mehraufwand mittel- und langfristig für unsere Gesellschaft bezahlt macht, denn soziale Kompetenz ist besonders wichtig um später sowohl privat als auch im Berufsleben erfolgreich bestehen zu können.

Die Ver­selbst­stän­di­gung erfolgt in maximal drei Phasen:

1. Leben in der Verselbstständigungsgruppe

2. Bewohnen eines Appartements im Kinder- und Jugenddorf mit weiterhin enger Anlehnung an die Verselbstständigungsgruppe

3. Bewohnen eines externen Appartements oder einer kleinen Wohnung am Ausbildungsort



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